Kotzen. Eine Entscheidung aus dem Bauch heraus…

Kaum daheim, hab ich meine Wohnung erneut ein wenig geputzt. Hab es sogar geschafft, die Fenster zu putzen!

Mein Kopfkino hält sich (bisher) in Grenzen… Naja… Die Nacht kommt ja noch.
Ich bin aber optimistisch, dass mein Kopf halbwegs kontrollieren kann. Was ich leider nicht unter meine Kontrolle bekomme ist das kotzen…
Mein Vorrat an Lebensmittel ist bereits aufgebraucht.

Von meiner Mutter habe ich ein paar Sachen zum essen bekommen, die ich mir eigentlich einteilen wollte. Nach dem putzen habe ich alles verdrückt… Pizza, Brote, Wurst und Schokolade. In der Reihenfolge verputzt und nach und nach wieder auf die übliche Weise entsorgt. Wieder einmal versagt… Wieder einmal keine Kontrolle über mich gehabt.

Warum klappt das zu Hause nicht? In der Klinik hab ich es doch auch im Griff…!? Liegt es an der Wohnung?? Oder am allein sein???
Ich weiß keine gescheite Antwort darauf…

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Morgen früh geht’s zurück in die Klinik, und kaum angekommen heißt es für mich wiegen. Ich hab mit Sicherheit wieder abgenommen. Laut meiner Waage hab ich rund ein halbes Kilo abgenommen.

In mir tut sich ein ungutes Gefühl auf. Angst macht sich in meinem Hirn breit.
Angst, dass die Bulimie daheim wieder die Kontrolle über mein Handeln übernimmt. Dass sie mich wieder in mein dunkles Loch versucht zu ziehen.

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Ich brauch in dieser Hinsicht Hilfe. Professionelle Hilfe… Vielleicht suche ich wieder die Selbsthilfe Gruppe auf. Ich war zwar schon ein paar mal bei so einem Treffen, aber konnte mich nicht wirklich einbringen. Dieses mal bin ich aber psychisch etwas stabiler. Ja, vielleicht bringt es was…

Ich muss nach jedem Strohhalm greifen. Ich darf nicht wieder einbrechen. Ich will endlich aus diesem Teufelskreis raus!!

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Über donking1977

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2 responses to “Kotzen. Eine Entscheidung aus dem Bauch heraus…

  • Alice

    Während man in einer Klinik ist, funktioniert manches ganz gut. Und so bald man dann mal ein paar Tage zu Hause verbringt, scheint man es gar nicht mehr hin zu kriegen. Erlebe das selbst gerade. Unter der Woche, wenn ich jeden Tag in die Klinik gehe, habe ich mich ganz gut im Griff. Aber an den Wochenenden, wenn ich nur zu Hause bin, stürze ich immer wieder ab. Versuch, dir deshalb keine Vorwürfe zu machen. Ist natürlich leichter gesagt als getan… Finde es ist ein toller Fortschritt, dass du dir Gedanken machst, wie du damit umgehen könntest und welche Hilfe du dir diesbezüglich suchen könntest! Meine Therapeutin hat mir geraten, meine Tage zu Hause vorher systematisch zu planen, mich mit Leuten fest zu verabreden und mir auch einen Plan B zu überlegen, falls eine der geplanten Aktivitäten ausfallen sollte. Vielleicht wäre das auch eine Hilfe für dich.

    Ich wünsche dir viel Kraft!

    Liebe Grüße,

    Alice

    • donking1977

      So was ähnliches hat mir mein Therapeut auch geraten. Ich werde mir definitiv einen Plan machen, damit ich strukturiert bin. Damit ich erst gar nicht auf „dumme Gedanken“ komme…

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