Schwarze Seele…

Mein Aufenthalt in der Psychiatrie neigt sich dem Ende entgegen. 

Was hab ich hier mitnehmen können? Wobei hab ich Stabilität erreicht?? Wie wird es ablaufen nach meiner Entlassung??? 
Mitgenommen hab ich hier recht wenig. Wie auch…? Außer Ergotherapie und eine andere Gruppe mit dem Namen Ressourcen Gruppe hatte ich keine Therapien. Ein mal die Woche ein Einzelgespräch mit einem Therapeuten. Dieses Einzel war… nun… ich hatte keinen einzigen Aha-Moment. Wir haben viele Themen angeschnitten, aber auf keinen gescheiten Nenner gekommen. 

Ich werde bei jedem Gespräch, sei es Ärzte, Pflege oder Therapeut nach meinen Suizid Gedanken gefragt. 

Ich bin ehrlich zu ihnen. Ich habe im Moment keine. Doch mein Wunsch zu sterben ist nach wie vor enorm stark! Wenn ich jetzt von einem Auto angefahren werde, oder mich der Blitz trifft, wäre ich durchaus dankbar. Hab ich mir die Arbeit gespart… 

Ich habe in den 9 Wochen das kotzen nicht reduzieren können… 

Mein Gewicht hat sich mittlerweile eingependelt. Musste zwar ein paar mal mit ein paar Tricks arbeiten, aber das Gewicht liegt nun bei 69 Kilo.
In Sachen erweiterer Klinik Aufenthalt in einer speziellen Klinik für Essstörungen bin ich soweit, dass ich ein Vorgespräch einrichten konnte. Am 12.12. in Wiesbaden. 

Wenigstens etwas… 

Beim betreuten Wohnen hab ich einige Stellen angerufen, aber bisher nichts erreichen können. 

Im Prinzip bin ich genauso weit, wie vor meinem jetzigen stationären Aufenthalt. Einiges in Arbeit, aber nix konkretes. 
Meine Befürchtung ist, dass ich spätestens Anfang Januar mich wieder so tief am Abgrund befinde, dass ich mich wieder zwangseinweisen lassen muss. 

Es stehen mit Weihnachten, Silvester und mein Todestag am 05.01. für mich anstrengende Tage an. 

Wie kann ich diesen entgegen wirken? Keinen Schimmer… 

Heißt wohl Augen zu und durch… 

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Über donking1977

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One response to “Schwarze Seele…

  • chatnoisette

    Hey, diese „Todessehnsucht“ kenn ich zu gut. Wenn ich höre/lese etc. dass X/Y Krebs hat, dann denke ich „Wieso nicht ich?“ Meist sind es Menschen, die gern leben; wieso trifft sie diese Krankheit und nicht mich, die nicht gern lebt? Ja, für Betroffene ist dieser Gedanke „undankbar“, aber sie haben auch dann wohl keine Ahnung, was eine Depression bedeutet… Vor zwei Tagen lief eine Reportage über Jana Seelig (http://bit.ly/2gJruuK), sie sagte so was wie „lieber Arm ab als Depressionen“…Da ist was dran. Du/wir sind also nicht allein… Und was deinen Klinikaufenthalt betrifft, kenn ich auch. Die Monate in der Tagesklinik haben mir mehr zugesetzt als geholfen. Sehr oberflächlich das Ganze. Nur 1x Einzelgespräch, mehr Gruppenaktivitäten und am Meisten: nix tun! Am Ende hatte ich kaum noch Kraft. Hätte zwei Wochen vor Ende am liebsten abgebrochen, hab durchgehalten…wie, weiß ich heut nicht mehr. Jedenfalls gehts mir seit dem noch schlimmer… Die falsche Therapie ist schlimmer als keine. Es fühlt sich an, wie „Herumdoktern“ an der Seele. Noch mehr Wundern, Kratzer hinzufügen, wenn Du ohnehin schon am Boden, im Loch liegst…Noch mehr/öfter Maske auf… Was schreib ich hier, Du kennst das ja.
    Ich empfehle Dir einen Besuch im Gesundheitsamt. Die helfen auch bei der Suche nach einem Platz, zumindest einer Einrichtung (ambulantes BW)… And last but not least: vor Weihnachten/Silvester hab ich auch Angst.

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