In den Fängen der Waage…

Ich habe mich gestern mal wieder unter die Menschen gemischt. Zwar nur eine Stunde… Im Dunkeln… Und direkt vor der Tür meiner Mutter. Immerhin…. 
Es war Weihnachtsmarkt in meinem Stadtteil. Ich habe mich mit meiner besten Freundin getroffen und wir haben dort einen heißen Äppler getrunken. Hatte ich vorher noch nie probiert… Der Äppler, auf hochdeutsch Apfelwein, gehört zu den Kultgetränken in Frankfurt. Da ist es nur logisch, dass sie eine weihnachtliche Variante raus bringen. Ich habe immer gern Äppler getrunken… Dieser war auf den ersten Geschmack etwas gewöhnungsbedürftig, aber man konnte ihn trinken. 
Das Glas heißes Stöffche, wie man in Frankfurt zu einem guten Wein sagt, schnell geleert um die Anspannung los zu werden. Der Alkohol fängt nur mäßig an zu wirken… 

Warum bin ich so extrem angespannt? Es ist doch noch nix passiert…!? Zudem ist es dunkel. Du erkennst keinen der sich hier auf dem kleinen Platz befindet. Und dennoch… Ich fühle mich nicht wohl in meiner Haut. Zuvor hatte ich mal wieder eine Fress-Attacke und es kam nicht alles raus. Ich fühle mich fett! Am Morgen hatte wieder die 70 Kilo überschritten. 70,3 um genau zu sein… Für mich ein Horror! 

Für manche sind eins zwei Kilo mehr oder weniger nicht dramatisch. Bei mir können ein paar hundert Gramm den ganzen Tag zu schlimmen Kopfkino führen!! 

Es läuft dann immer gleich ab…:

Nachdem ich mich morgens gewogen habe und die schlimme Nachricht von der Waage erhalten habe, stelle ich mich dann nach jeder Mahlzeit und dem anschließenden kotzen auf die Waage. Mit dem Ziel abends dann weniger zu wiegen. Ein Wettlauf gegen ein paar hundert Gramm… Wenn ich es abends geschafft habe die gewünschte Zahl zu erreichen, stelle ich mich den nächsten Tag nicht mehr so oft auf die Waage. Und so läuft es Tag für Tag ab. Ein Teufelskreis in dem ich gefangen bin. 

Um diesen negativen Kreislauf zu unterbrechen fehlt mir die Kraft. Kraft, um diesen Kampf zu führen. Stattdessen geht sämtliche Energie für mein Kopfkino drauf… 

Um was dran zu ändern muss ich diesen Kreislauf durchbrechen. Ich muss hier raus. Raus aus der Hölle… Raus aus dem Schlaraffenland voll mit Lebensmitteln… Weg von den Händen die mich dazu verleiten. 

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